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Birgit Dieker - DURA MATER

Die Stadtgalerie zeigte die erste Einzelausstellung von Birgit Dieker. Die Berliner Künstlerin entwickelt ihre Skulpturen, indem sie sie zusammennäht und schichtet – um sie dann durch Schnitte und Öffnungen zu verfremden und zu fragmentieren. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. 

Birgit Diekers (*1966 in Gescher/Westfalen) Figuren und Objekte bestehen nicht aus traditionellen bildhauerischen Materialien. Sie sind aus Stoff – aus getragenen Kleidungsstücken, in die sich menschliche Empfindungen, körperliche und seelische Befindlichkeiten eingeschrieben haben. Es sind fragmentierte Figuren oder Organe, die sie aus Materialien zusammenfügt, schichtet und schneidet, deren Körperbezogenheit eine entscheidende Rolle spielt: Miederwaren, abgelegte Kleidungsstücke, Haar und Leder.

Die Berliner Künstlerin entwickelt ihre Skulpturen, indem sie sie zusammennäht und schichtet – um sie dann durch Schnitte und Öffnungen zu verfremden und zu fragmentieren. Dabei lässt die Künstlerin nicht nur Körperteile weg, sondern bricht ihre Körper regelrecht auf, um ihrer „Identität“ auf den Grund zu gehen. So werden unter der ästhetischen, perfekten Oberfläche Versehrtheiten und psychische Abgründe sichtbar, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen.