IN THE CUT

Die Ausstellung dreht sich um ein klassisches Thema und das große Tabu – Sexualität.
Dabei präsentiert die Schau nicht den männlichen Blick auf den weiblichen Körper, sondern zeigt Werke von Künstlerinnen, die ihren begehrlichen Blick auf den männlichen Körper werfen. Mit ihren ironischen, humorvollen, kritischen wie leidenschaftlichen Männer-Bildern brechen sie dabei gleich mehrere Tabus, indem sie die Machtverhältnisse umkehren und Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung und künstlerische Autorität erheben.

Die international besetzte Gruppenausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Sie möchten nichts verpassen? Melden Sie sich gerne in unserem Newsletter an. 

Alicia Framis, aus der Serie: Foreign Affairs, Shanghai, 2011, 23 Fotografien, ©  Alicia Framis/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Alicia Framis, aus der Serie: Foreign Affairs, Shanghai, 2011, 23 Fotografien, © Alicia Framis/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

IN THE CUT – DER MÄNNLICHE KÖRPER IN DER FEMINISTISCHEN KUNST
18.05.2018 — 13.01.2019

Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. Auch feministische Künstlerinnen konzentrierten sich zunächst auf den eigenen Körper, während der (hetero-)erotische Blick auf den Mann bis heute eine Ausnahme darstellt. Wenn feministische Künstlerinnen ihren begehrlichen Blick auf den männlichen Körper werfen, brechen sie damit gleich mehrere Tabus und kehren die Machtverhältnisse um, die dem traditionellen Bilderkanon eingeschrieben sind. Mit ihren Darstellungen erotischer Männerkörper erheben sie Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung und künstlerische Autorität. Gleichzeitig stellen sie klassische Rollenzuschreibungen in Frage und eröffnen den Diskurs für neue Möglichkeiten sexueller Identität.

Künstlerinnen, wie Louise Bourgeois (USA), Herlinde Koelbl (DE), Eunice Golden (USA), Joan Semmel (USA), Betty Tompkins (USA) oder Carolee Schneemann (USA) haben diese Auseinandersetzung bereits seit den 1960er Jahren vorangetrieben. Ihre Werke bestimmen diese international besetzte Themenausstellung ebenso, wie Vertreterinnen der jüngeren Generation mit Sophie Calle (FR), Anke Doberauer (DE), Tracey Emin (GB), Alicia Framis (ES), Kathleen Gilje (USA), Aude du Pasquier Grall (FR), Anna Jermolaewa (RU), Julika Rudelius (DE), Mwangi Hutter (DE/KE), ORLAN (FR) Jana Sterbak (CAN), Susan Silas (USA) und Paula Winkler (DE).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag (230 Seiten, deutsch/englisch).

Veranstaltungsdetails

Art:
Ausstellung
Datum:
20.11.2018 - 12:00 Uhr
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Ort:
Stadtgalerie
St. Johanner Markt 24
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 905-1842
Internet:
http://www.stadtgalerie-saarbruecken.de